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 Meine Geschichte

Ich trat Mitte der 60-er-Jahre an einem Dienstag gegen 8:50 Uhr nach einem geplanten Kaiserschnitt zum ersten Mal in Erscheinung. Planung ist, so denke ich, eine Art Lebensthema von mir. Für mich im positiven Sinne, für meine, manchmal doch etwas verplanten Umgebung, ziemlich lästig. Jedoch muss ich feststellen, dass ich es trotzdem auch gut aushalten kann, einmal "in den Tag hinein zu leben".

Tja, was gibt es noch so zu sagen?! Ich bin auf dem Land groß geworden, in einem Dorf mit 300 Einwohnern. Bei uns gab es nur eine Wirtschaft, eine öffentliche Telefonzelle, eine Kirche und einen Friedhof. Bin recht einfach groß geworden. Ein richtiges Land-Ei also. Ich denke, dass ich all die lebenswichtigen Erfindungen (wie z.B. italienische Espressomaschinen) auch noch alle kennen gelernt habe und man heute keinen Unterschied mehr bemerkt. Dafür kenne ich aber bei Dingen aus, die ein Stadtmensch selten zu Gesicht bekommt oder bekam. 

Ich erinnere mich an die Nächte im Schweinestall, wenn eine Muttersau 12 Stunden brauchte, um 14 Junge zu werfen. Ich erinnere mich an meine Angst vor zickigen, kitzeligen Jungkühen, die ich trotz immenser Angst melken musste. Ich habe in meinem Leben zentnerweise Steine von unseren Äckern herunter gesammelt und im Sommer viel Zeit mit dem Gießen der Gräber meiner verstorbenen Verwandten verbracht. Ich bringe es auch fertig einen Traktor mit einem Riesenanhänger voller Getreide rückwärts auf 5 cm genau einzuparken (oder sollte ich besser sagen "Ich brachte es fertig....?!")

Und ich weiß heute auch nur zu genau, woher ich meine "von Haus aus" große Kraft im Schultergürtel habe und es gut mit den meisten Männern aufnehmen kann ..... (und das wahrscheinlich nicht nur kräftemäßig). Lange Rede - kurzer Sinn - ich denke, dass diese Zeit sehr prägend für all' die kommenden Jahre war. Mit dem Grundstock an Anstand, Benehmen und ohne viel Bedürfnis nach Privatsphäre (denn bei uns ging es zu wie im Taubenschlag) kam ich dann als 19-Jährige mit einem mittelmäßigen Abitur in die große Welt.

Diese große Welt war Wiesbaden. Genauer gesagt 16 Quadratmeter eigenes Territorium, 10 min von der Stadtmitte entfernt. Damals hatte ich noch den festen Willen, nach meiner Ausbildung zur Chemisch-technischen Assistentin in meine alte Heimat zurück zu kehren. Die Zeiten ändern sich ziemlich schnell. Diese neue Freiheit mit viel Raum zum Erkunden und Erleben waren mir schnell ans Herz gewachsen. In dieser Ruhe, manchmal auch Einsamkeit, lernte ich gut mit mir selbst auszukommen. Die Geschichte mit den Männern und der großen Liebe hatte ich bereits damals - im zarten Alter von 20 Jahren - abgehakt. Ich wollte eine gute Ausbildung machen und dann richtig beruflich durchstarten. So sattelte ich bereits nach einem Jahr CTA-Ausbildung um und wurde Chemietechnikerin und studierte anschließend auch noch Chemische Technik in Wiesbaden und für ein Semester in Long Beach (Californien, USA). Heute denke ich mir so manches Mal, dass diese Zeit mit der vielen Lernerei ein weiteres Fortführen der bereits erlernten Betriebsamkeit von zu Hause war. Immer etwas tun. Immer etwas "durchziehen".

Tja, und ganz vergessen habe ich, dass mir dann während meiner Studienzeit 1986 doch einmal ein "richtiger" Mann über den Weg gelaufen ist bzw. besser gesagt unter meinem Fenster durchgelaufen ist. Ich saß auf der Fensterbank und war gerade am Rauchen. Das war die Zeit, wo ich täglich abends eine Zigarette rauchte. Er wartete darauf, dass die Telefonzelle vor unserem Haus frei wurde und wir kamen so ins Gespräch.....Jetzt stelle man sich einmal vor, es hätte schon Handys gegeben und ich wäre "rauchfrei" gewesen..... Gott sei Dank! Dieser Mann ist mir bis heute geblieben und ich glaube, dass er auch der Einzige ist, der es mit mir aushalten kann. Und wir haben so allerhand miteinander durchgemacht (oder sollte ich besser sagen: Er mit mir?!).

Aber nun in das Jahr 1990. Da wanderte ich aus nach Bayern, um mein berufliches Glück zu finden. Schließlich war ich ja jetzt eine Ingenieuse, hatte Auslandserfahrung (Ach ja, in Kalifornien habe ich außer schlechten WG-Erfahrungen, stundenlangem Lernen und "zur Kirche gehen" nicht viel erlebt) und wartete darauf, dem Ernst des Lebens ins Auge zu blicken! Beruflich ließ sich das erst einmal gar nicht gut an. Im Gegenteil. Weit weg von allem, in Penzberg/ Oberbayern, war ich total unglücklich. Vielleicht war diese schrecklich leidvolle Zeit auch wichtig, denn ich habe mir bereits sehr schnell eine neue Stelle gesucht, sonst wäre ich wahrscheinlich durchgedreht. Und das war - so rückwirkend betrachtet - eine sehr gute Entscheidung (Manchmal kann eine Sache gar nicht schrecklich genug sein.....). Meine zweite Stelle, war der Job meines Lebens. Kollegen, Chef und Arbeitsgebiet - besser geht es nimmer. Ich heiratete dann 1992 meinen Johannes und aus Hees wurde Drees. Praktisch. 

Familie Drees Sommer 2009

Als uns 1996 das Universum ein Kind bescherte, musste ich beruflich kürzer treten. Ich konnte beides gut unter einen Hut bringen, vor allem, weil mein Arbeitgeber mir keinerlei Steine in den Weg legte. Es war eine komplette Veränderung in unserem Leben und ich möchte diese Erlebnisse um Schwangerschaft, Geburt und dem ganzen Drumrum (=Literweise Fencheltee in der Stillzeit, ca. 5600 gewaschene Windeln, 2 Besuche in der Schwabinger Kinderchirurgie u.ä.) nicht missen. Ich glaube auch, dass wir sehr viel Glück mit unserem "halslosen Ungeheuer" haben/hatten und in der glücklichen Situation waren, uns beide gleichermaßen um Jakob kümmern zu können.

Umso härter traf es mich, als meine Firma im Jahre 2000 ihren Standort aus Bayern nach Hessen verlegte. Da konnte ich nicht mitgehen. Und so ging ein riesiger Eiertanz los, was meine berufliche Umorientierung betraf. Da Jakob zum damaligen Zeitpunkt erst 4 Jahre alt war, musste ich mir auch ein Betätigungsfeld suchen, bei dem ich allem gerecht werden konnte. Und so startete ich also, in voller Unterstützung meines Gatten, das Projekt "Ilona und der Weg in die Selbständigkeit mit Gesundheit und Fitness ". In diesen vielen, menschlich teilweise sehr schwierigen Jahren der Umorientierung, profitierte ich von meinem sehr guten und stabilen privaten Umfeld.

Im Jahr 2000 startete ich dann das Projekt "Ilona und Marathon". (Irgendwie muss man das im Leben einmal machen, um zu wissen, dass man es kann.) So hatte ich auch genügend Zeit zum Nachdenken und kann auch heute noch durch meine Erfahrungen gut mitreden, egal ob es um die richtige Unterwäsche, die Trainingsplanung oder das Einreiben der richtigen Körperteile geht.

 

Die Heilpraktikerausbildung und das Lernen auf die Prüfung stellten in den Jahren 2001 – 2004 noch einmal eine richtige Herausforderung für unsere Familie dar. Glücklicherweise habe ich die Prüfung auf Anhieb bestanden und einige Wochen später bereits passende Räumlichkeiten gefunden. Die Eröffnung meiner eigenen Gesundheitspraxis fand im Oktober 2004 statt. Es ging alles mal wieder schneller, als ich es „geplant“ hatte. Aber wenn sich gute Räumlichkeiten ergeben, dann heißt es entscheiden und handeln....

Nun habe ich mittlerweile meine Praxis schon über 13 Jahre am Rathausplatz und bin sehr zufrieden. Meine Zahlen und Statistiken zeigen mir, dass alles in die richtige Richtung geht. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass es einfach lange noch so bleibt.

 

Ilona, im Frühjahr 2018

 

 

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Gesundheitspraxis Ilona Drees | mail@ilona-drees.de